Garmin tactix® Delta vorstellung

Garmin tactix® Delta:

Der Porsche unter den taktischen GPS Smartwatches!

Wir durften die Garmin tactix® Delta Sapphire Edition für euch testen und sind begeistert – dabei gehen wir hier wohlgemerkt nicht darauf ein, wie sinnig oder unsinnig es für den Einzelnen sein mag eine solche Uhr zu besitzen, sondern konzentrieren uns auf einzelne Funktionen und deren Bedienung.

Die Garmin Tactix Reihe gibt es zunächst in verschiedenen Ausführungen:

Die Tactix- Bravo, die Tactix-Charlie & die Tactix-Delta. Die Delta Version gibt es zusätzlich noch mit Solarmodul und Solarmodul mit Ballistikfunktion – diese unterscheiden sich in den verwendeten Materialien sowie im Funktionsumfang.

Die Uhr ist im übrigen Mil-Std-810 getestet und entspricht als Ganzes dem gültigen Militärstandard.

Das Einrichten der Uhr

zunächst wird man nach dem Einschalten hingewiesen, man solle die Uhr mit der GarminConnect App auf seinem Smartphone verbinden – also App runtergeladen und ein Konto mit E-Mail erstellt – dies getan werden alle Funktionen freigeschaltet und die Uhr “kalibriert”.

Die App ist übersichtlich gestaltet und ist selbsterklärend, wenn man sich ein wenig mit den Funktionen der Uhr auseinander gesetzt hat.

Die Funktionen innerhalb der App beinhalten:

Die Uhr kommt, nicht ganz vollständig geladen, in einer schwarzen Schachtel, die auch das Ladekabel beinhaltet. Nach dem Öffnen kommt erst einmal der erstaunte Blick – wow ist das ein Brummer. Am Handgelenk folgt dann die Entwarnung, sie ist gar nicht so schwer wie gedacht und angenehm zu tragen – wer sich an dem Gummiband stör,t kann das mit einem der vielen aftermarket Produkte einfach ersetzen (hier natürlich auf die Garantiebedinungen achten).

Die Uhr hat viele Funktionen, die über nur 5 Knöpfe an den Aussenseiten gesteuert werden – anfangs etwas verwirrend, nach einiger “Eingewöhnungszeit” aber Routine. Die Knöpfe können und sollten bei sportlicher Aktivität definitv mit der Tastensperre gesperrt werden, da es sonst beim Abknicken des Handgelenks zu unbeabsichtigter Betätigung der Knöpfe kommen kann. Das ist uns so passiert, wir haben dadurch eine Aufnahme gestoppt und unsere Aufzeichnung war hinfällig, ärgerlich. Darum ist die Tastensperre wirklich sinnvoll.

 

Wir stellen an dieser Stelle nun die für Soldaten aus unserer Sicht, “wichtigsten” Funktionen der Garmin tactix® Delta vor:

 

Uhrzeit

Hier können verschiedene vorinstallierte “Uhrenscreens” ausgewählt werden, die sich im Design und anhand der angezeigten Informationen unterscheiden. So lassen sich z.B. Höhe, akutelle Positionsdaten, gemachte Schritte und Wetter, sowie viele Funktionen direkt auf dem “Homescreen” anzeigen. Zwischen digitalem und analogem Design kann man schnell durch die Einstellungen wechseln und sich auf die aktuelle Situation perfekt vorbereiten.

Training

Für diesen Bereich gibt es verschiedene vorinstallierte Funktionen wie zB. Radfahren, Laufen und Schwimmen. Die Uhr aktiviert dem ausgewählten Modus entsprechend die sinnvollen Sensoren und zeichnet die Daten zur späteren Analyse auf. Sprich beim Schwimmen ist die aktuelle Geschwindigkeit nicht so interessant wie beim Radfahren und die zurückgelegten Höhenmeter sind beim Laufen natürlich sinnvoller als beim Schwimmen. Hier werden dann nur relevante Daten angezeigt, die aber auch wieder individuell eingestellt werden können – so ist man immer flexibel und bekommt auch nur das angezeigt, was einem wichtig ist.

Mulit-Satelliten-Kompatibilität

Die Uhr nutzt nicht nur GPS, sondern auch die Systeme Galileo und GLONASS. So ist jederzeit sichergestellt, dass man nicht ohne seinen Standort dasteht – im Einsatzland zur exakten Positionsbestimmung auf jedenfall nützlich.

Navigation auf installierte Karten

Man kann sich für bevorstehende Standortwechsel vorbereiten, indem man auf die Uhr entsprechende topografische Karten vorinstalliert. Man geht in den Einsatz, wählt auf der Webseite von Garmin die entsprechende Region aus und bekommt hier allerlei Karten angezeigt. Das reicht von “normalen” Straßenkarten bis hin zu topografischem Kartenmaterial, mit dem sich auch in unwegsamem Gelände navigieren lässt. Diese Funktion hat, zumindest im deutschen Städtebereich, super funktioniert und man bekommt hier Abbiegehinweise sowie auch die Position live auf der Uhr angezeigt.

Jumpmaster

Hier können verschiedene Modi wie bspw. HAHO, HALO und Aufziehleine gewählt werden. Die Funktion bietet detaillierte Informationen über die Fallgeschwindigkeit und die Höhe.
HAHO – High Altitude High Opening: Der Fallschirmspringer springt aus großer Höhe ab und öffnet den Fallschirm in großer Höhe. Der Springer muss einen vorgesehenen Landepunkt einrichten sowie eine Absprunghöhe von mindestens 1.000 Fuß. Es wird davon ausgegangen, dass Absprunghöhe und Öffnungshöhe identisch sind. Die Absprunghöhe liegt oft zwischen 12.000 und 24.000 Fuß AGL (Above Ground Level).
HALO – High Altitude Low Opening. Der Fallschirmspringer springt aus großer Höhe ab und öffnet den Fallschirm in niedriger Höhe. Hier müssen dieselben Informationen wie beim HAHO-Sprung eingegeben werden, sowie zusätzlich eine Öffnungshöhe. Die Öffnungshöhe darf nicht über der Absprunghöhe liegen. Die Öffnungshöhe liegt oft zwischen 2.000 und 6.000 Fuß AGL.
Aufziehleine – Es wird davon ausgegangen, dass Windgeschwindigkeit und Windrichtung während der Dauer des Sprungs konstant bleiben. Die Absprunghöhe muss mindestens 1.000 Fuß betragen.
Die Einstellungen können für jeden Sprung angepasst werden, einschließlich des gewünschten Aufprallpunkts (DIP = Desired Impact Point) und des Windaufbaus. Da die Höheninformationen auf dem barometrischen Höhenmesser basieren, kalibrieren Sie diesen vor der Verwendung der Jumpmaster Funktion. Die Höhendaten werden einmal pro Sekunde aktualisiert.
Leider konnten wir in diesem Bereich nicht testen, ob die Funktion den Vorstellungen entspricht.

PulsOxy

Mit den neusten und modernsten Sensoren arbeitet Garmin schon im Profibereich, dennoch sind bauartbedingt die Messungen nicht 100% zu werten – was auch gar nicht der Sinn ist. Der integrierte PulsOxymeter-Sensor auf der Innenseite der Uhr misst mit Lichtsignalen die kleinen Veränderungen des Blutvolumens in der Kapillarschicht direkt unter der Epidermis (die äußerste der drei Schichten, aus denen die Haut besteht). Die Uhr zu fest oder zu locker am Handgelenk zu tragen, kann hier das Ergebnis schon verfälschen und es zeigt einen “falschen” Wert an.

 

In unserem Test konnte die Funktion nur im absoluten Ruhezustand mit einem “medizinischen” PulsOxymeter mithalten, wobei auch hier Schwankungen durch Atmung und sonstige Einflüsse zu sehen waren. Aber wie schon erwähnt, ist das auch gar nicht der Sinn – der Sinn dieser Funktion besteht vielmehr darin, einen Mittelwert unter Belastung zu errechnen, der dann mit in das Trainingsziel einbezogen wird. Sprich man startet die Aufnahme (die Uhr hat den “normalen” Ruhepuls bereits erfasst) und zeichnet dann während der Trainigseinheiten die Pulsveränderung auf. Zur Veranschaulichung: Angenommen der Ruhepuls ist z.B. bei 70 Schlägen pro Minute, nach einer Aufwärmphase steigt der Puls dann bei 90-100 s/m und während der Leistungsphase steigt er nochmal auf 145 s/m. Ob hier jetzt fünf Schläge mehr oder weniger angezeigt werden, spielt dabei und bei dem Endergebnis erstmal keine Rolle, denn es geht um Überwachung des Leistungspulses und außerdem darum, ob die Belastungszone überschritten wird. Genau das leistet die Pulsüberwachung der Garmin.

App Kompatibel

Durch den Garmin-Store lässt sich einiges an “Drittanbieter”-Apps nachinstallieren – hier ist der fantasie keine grenze gesetzt. Neben diversen Designapps – mit denen sich nochmehr “Skins” auf die Uhr laden lassen – sind vorallen verschiedene Trainingsapps sowie Musikdienste und Spiele downloadbar.

Wetter

Die Wetteranzeige nutzt ein Barometer zum Überwachen des Wetters – hier können aktuelle Temperatur, Sonnen-/auf und -untergang sowie Wetterveränderungen angezeigt werden. Diese Funktion ist ganz interessant, wenn man in Regionen in denen sich das Wetter schnell ändern kann unterwegs ist. In unseren Tests hat die Anzeige immer mit externen Geräten übereingestimmt.

Tarn/Nachtischtmodus

In diesen Funktionen lässt sich die interne Beleuchtung komplett ausschalten – sodass alle Anzeigen sowohl mit Nachtsichtgerät als auch in dunkler Umgebung gelesen werden können, ohne geblendet zu werden oder die Position zu verraten.

Killswitch

Ein nettes Gadget – hier lässt sich mit einem voreingestellten Timer die komplette Uhr auf Werkseinstellungen zurücksetzen, so bleiben keine Daten auf der Uhr liegen.

Schrittzähler

Eine Pflichtfunktion in jeder Smartwatch – die Schritte werden gezählt und man kann Ziele eingeben, die dann im entsprechenden Screen hinterlegt werden und dem Nutzer anzeigen, ob er heute schon genug gelaufen ist.

Akkulaufzeit

Zur Akkulaufzeit müssen wir klipp und klar sagen – WOW! Bei einer Mischnutzung, wie es mit der Garmin Tactix Delta wohl bei fast jedem der Fall sein wird, haben wir mindestens 3 Wochen ohne Ladung durchgehalten. Man merkt erst, wenn man nicht mal mehr weiß, wo man das Ladekabel “versteckt” hat, dass die Akkulaufzeit ein echter Vorteil ist. Die Uhr wird über einen kleinen Stecker auf der Gehäuserückseite geladen – nach ca. 2,5 Stunden ist die Uhr wieder einsatzbereit (wobei wir nicht mit der Stoppuhr daneben standen).

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